Bullet-Journal
Kreativ

Mein Bullet-Journal

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Notizbücher haben etwas faszinierendes. Auf mich üben sie eine starke Wirkung aus. Ich kann kaum an einem schönen Notizbuch vorbeigehen ohne es genau zu betrachten und oft werde ich schwach und kaufe mir es. Ohne genau zu wissen, wofür ich es gebrauchen kann. Jeder Künstler, Wissenschaftler oder Journalist hat so ein Notizbuch oder eine Kladde, in die er Gedanken, Notizen, Tagebucheinträge oder Beobachtungen einträgt. Notizbücher spiegeln den Charakter und das Wesen seines Besitzers wider und geben Tiefe Einblicke in sein Leben.

Notizbücher als Sammelstelle

Ich weiß gar nicht, wie viel Notizbücher ich in meinem Besitz hatte, bis ich mich besann und einige verschenkte, aber es sind auf jeden Fall noch ein paar übrig. Der Unterschied zu früher ist nur, ich weiß wofür ich sie einsetzen möchte. Sie stehen also nicht mehr sinnlos im Schrank, sondern warten auf ihren von mir bestimmten Zweck.

Vor ein paar Jahren las ich das E-Book von Leo Babauta, Zen to Done. Darin beschreibt er in mehreren Etappen wie man sich selbst auf einfache Weise organisiert und reduziert. Als erstes Kapitel nennt er eine Sammelstelle für alles. Einen Eingang für jede Aufgabe, Termin, Notiz, Erinnerung usw. als Beispiel für er dafür ein Notizbuch oder Journal an. Natürlich kann das auch eine App sein oder ein Word Dokument. Jeder Mensch hat da seine eigenen Vorlieben. Ich begann aber mit einem Notizbuch. Zuerst notierte ich alle interessanten Fakten auf einer Tagung, dann kamen ToDo Listen dazu und Termine, sowie meine sponanen Gedanken und Ideen. Das Notizbuch war total unorganisiert und chaotisch, ohne System. Nur manchmal mit Randbemerkungen oder Symbolen.

In dieser Zeit, Anfang 2014 beschäftigte ich mich intensiv mit Notizbuchsystemen und probierte verschiedene aus. Aber so richtig konsequent nutzte ich keins. Natürlich stolperte ich ebenfalls für das Bullet-Journal. Aber irgendwie begriff ich den Sinn nicht wirklich uns probierte weiter.

Anfang 2015 besann ich ich wieder auf dieses System und auf ein A5 – Format und startete von vorn. Ich experimentierte, folgte anderen BJlern und trat diversen Facebook-Gruppen bei. Und so langsam entwickelte ich mein eigenes System innerhalb dieses Bullet-Journal System und verstand den Sinn. Auch erinnerte ich mich an meine anfängliche Intension, was ich mit so einem Journal bezwecken wollte und fand endlich die perfekte Kombi.

Bullet-Journal als Sweet Point

Ja mein Bullet-Journal passt zu mir. Es sammelt alle meine Ideen, Gedanken, Ziele, Termine, ToDos, diverse Listen und Inspirationen, Mitschriften auf kurzen Seminaren und trackt meine Gewohnheiten.

Ein Bullet-Journal ist extrem anpassungsfähig. Das macht es so flexibel, aber auch schwierig ein System zu finden. Denn die vielen Ideen auf dieser Welt machen es schwierig, sich selbst und sein eigenes System zu finden. Dennoch kann ich es jedem empfehlen, der gerne mit Papier und Stift arbeitet und sich nicht 100%ig auf Apps umstellen möchte.

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, und total verwirrt über die vielen Möglichkeiten und Bilder von anderen Bullet Journalern bist, empfehle ich dir erst mal komplett mit dem ursprünglichen System von Ryder Carrol zu starten. Ohne Schnick Schnack und chi-chi.

Der Anfang

Erstelle zu erst einen Future Log, also schreibe alle kommenden Monate auf die ersten Seiten, wenn du im August startest, dann beginne mit dem September, wenn du im Januar startest, dann beginne mit dem Februar usw. Es ist egal wann du mit deinem Bullet-Journal anfängst. Es ist so flexibel, dass der Startzeitpunkt völlig gleichgültig ist.

Das erste Quartal in meinem Future Log

Als nächstes schreibst du für den aktuellen Monat die Monatsübersicht. Also wie auf der Website von bulletjournal.com beschrieben. Starte vom ersten Tag des Monats und schreibe alle Monatstage untereinander. Wenn du magst schreibe die Kürzel der Wochentage dahinter. Dann trage deine Termine ein. Auf der nächsten Seite schreibst du deine Monatszeile ein. Was musst du erledigen, welche Deadlines hast du? Was musst du evtl irgendwo einreichen?

Dann startest du mit dem ersten Tag. Schreibe auf die nächste Seite das aktuelle Datum und den Tag und liste dann alles auf: Todos mit einem Punkt, Termine mit einem Kreis und Notizen mit einem Bindestrich. So hast du alles an einem Ort stehen. Wenn du den Tag beendet hast, beginnst du mit dem nächsten Tag usw. wenn du nicht alle todos schaffst, so migriere sie einfach auf die kommenden Seiten, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Liste schreibst du einfach auf die ersten leere Seite und trägst alles notwendige dazu ein, z. B. Einkaufslisten, Bücherlisten, Geschenklisten usw. deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Während du damit arbeitest wirst du merken, was die fehlt und was zu viel ist. Wenn du gerne Gewohnheiten etablieren möchtest so ist es sinnvoll einen Habit Tracker zu erstellen. Viele benötigen auch keine tägliche Todo-Liste, sondern erstellen eine Wochenübersicht und tragen dort alles ein. Wie ich z. B. tägliche Todo-Listen überfordern mich und führen eher zum ignorieren, als zum erledigen. Für mich hat sich eine schöne Wochenübersicht etabliert mit Timeline und wöchentlichen Zielen.

Wie ich genau mein Bullet-Journal aufbaue und wie oft mich die Wochenübersicht erstelle verrate ich dir in diesem Post.

Nutzt du schon ein Bullet-Journal? Wie hast du es aufgebaut?

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2 Kommentare

    • Hallo Vivi,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deinen Besuch auf meiner Website 🙂
      Freue mich, wenn dir der Post hilft.
      LG Lydia

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