Unterwegs

St. Patricks Day

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Der Tag der Iren. Gefeiert auf der ganzen Welt. Aber das größte Fest findet in Dublin statt. Jedes Jahr am 17. März. Natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen, vor allem die Parade interessierte mich.
Am Abend vorher hatte ich das Glück Wristbänder zu bekommen. Damit durfte ich mich direkt vor das General Post Office stellen, ein Bereich in den nur ausgewählte Personen dürfen. Gut, wenn die Gasteltern Beziehungen haben 😀 Zudem wurde ich noch auf Kleinigkeiten hingewiesen zu beachten: gehe nicht in den Stadtteil Temple Bar, dort sind nur betrunkene Touristen, trage wenn möglich Grün, vermeide britische Farben (oder gar die Flagge tragen), trinken auf der Straße ist auch am St. Patricks Day verboten, gehe in ein typisch irisches Pub, achte auf deine Tasche, Geld ist schneller weg als gedacht.

Morgens ging es erstmal zur Messe, hoffe es reicht um nen guten Platz auf der Bühne zu bekommen. Ich soll meine Mitbewohnerin mitnehmen sie ist so schüchtern, na ich hoffe ich bekomme das hin. Wenn die Messe um 11 Uhr zu Ende ist, reicht es vielleicht noch einen Bus in die Stadt zu erwischen.
Als wir bei der Kirche ankamen war die Messe im vollen Gange als wir in die Kirche kamen, haben noch den Schluss mitbekommen. Ich glaub ein paar Leute waren sehr verärgert dass wir so spät kamen, aber es stand wohl 10 Uhr im Netz. Am Ende konnte sich jeder ein paar echte Kleeblätter mitnehmen. Ich stecke mir welche in die Mütze, hatte sonst nichts grünes an mir.
Dann nahmen meine Mitbewohnerin und ich den Bus in die Stadt, der sich sehr schnell füllte. Kurz vor Parnell Street strömten alle grünbekleideten St. Patrick Fans  hinaus. Wie viele Leute sich verkleidet haben ist schon krass. Kurz vor der O’Connell Street, auf welcher die Parade stattfand, musste ich noch was essen, hatte mächtig Hunger und dann gingen wir zum Post Office, dort war ein abgesperrter Bereich, für GPO Angehörige. 

Dublin is going crazy

Es war schon echt voll, aber irgendwie haben wir es geschafft ziemlich weit nach vorne zu kommen. Die Veranstaltung startete mit dem irischen Präsidenten und einer Kapelle. 

Irische Präsident mit Gattin
Erste von vielen Kapellen

Dann gingen zwei Moderatoren die Bühnen ab und verlosten Hüte wer die Fragen beantworten konnte. Ein Fernsehteam war natürlich auch da. Von unserer Truppe (vorm GPO) wurden viele Aufnahmen von jubelten Zuschauern gemacht. Dann startete die Parade mit Kapellen, Tänzern, Geschichte, tollen Kostümen usw. 

St. Patricks höchst persönlich
Sehen Sie überhaupt was?

Kelten 
Wikinger
Herzensdame

Auch eine deutsche Kapelle war dabei

Hamsterrad?

War bisschen enttäuscht, dass sie so kurz war… Aber sie war bunt und einfallsreich.
Danach war kein Durchkommen alle Durchgänge verstopft! Rund um den Spire standen die Menschen. Irgendwann bahnten sich die ersten ihren Weg. Ich blieb lieber in der Henry St. und wartete, irgendwann schaffte ich es dann einen Kommilitonen zu treffen und zusammen suchten wir erst mal was essbares, und ich brauchte Geld. Unterwegs schrieb er mit verschiedenen Freunden. Wir gingen erst in die Panama Bar und wollten dann ins Frank Ryans, das hatte aber geschlossen. Eines der Mädels lud dann alle zur Hausparty zu sich ein, machte Pancakes und wir saßen da, tranken Bier, aßen die Cakes und quatschten bisschen… die Australier waren ganz nett. Einer kam von ner riesigen Farm und studiert aber jetzt Produkdesign. Ein deutsches Mädel studiert Architektur und geht nach dem Studium nach Japan, dort war sie schon oft, hat auch Au Pair gemacht… 
Wie auch immer, als sie angefangen haben Karten zuspielen sind der Kommilitone und ich gegangen. Er zeigte mir das Cobblestone. Ein richtiges schönes irisches Traditionspub am Smithfield. Dort ab es richtige irische Live-Musik und ein paar mutige A-capella Singer. 

Irische Livemusik

Ich holte mir ein Bulmers und ein Checkpoint Charlie. Ja das ist ein Weißbier nach süddeutscher Brauart. Den Namen können sich nur Iren ausgedacht haben. Wird auch in Dublin gebraut.Als wir wieder gingen war es dunkel und wir konnten die grün-angeleuchteten Häuser fotografieren. Trotz Alkohol im Blut sind die Bilder recht gut geworden. 

T. P. Smiths Pub
Jim Larkin und der Spire
General Post Office

Da meldeten sich zwei weitere Kommilitonen, sie waren in einem Pub um die Ecke. Da wir aber hätten Eintritt zahlen müssen warteten wir draußen und ich ging noch mal eine Kleinigkeit einkaufen, war hungrig. Zurück wurden wir Zeugen von einer Schlägerei: Mädchen und Jungs, ich fands eher faszinierend als schlimm, aber mein Gesicht hat wieder Bände gesprochen. Mein Begleiter meinte er müsse mich beruhigen. Süß. Als die Jungs mit einem Brasilianer im Schlepptau endlich die Bar verließen steuerten wir das McDaids in der Harry Street an. Vorher kehrten wir bei McDonalds ein und die Jungs stillen ihren Hunger, nach fester Nahrung. Im McDaids war nicht so viel los wie in den anderen Räumlichkeiten, das war auch mal angenehm. Nach einem Bier verabschiedete sich der Brasilianer und wir gingen zum letzten Pub des Abends, Grogans Castle Lounge

Guinness

Nach meinem letzen Bier wollte ich den letzten Bus nicht verpassen und verabschiedete mich gegen halb zwölf.

Am Bus Stop stand auch wirklich mein Bus dran, aber er kam nicht. Scheiß irisches System. Ich lief zur O’Connell Street in der Hoffnung eine anderen Linie zu erwischen, aber die Displays zeigten keine Information. Resigniert lief ich nach Hause, zu geizig mir ein Taxi zu bestellen. Daheim quatschte mit meiner Gastmutti über Gott und die Welt und ging danach schlafen.
Man war das nen Tag.

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