Unterwegs

The Wild Atlantic Way – #2 Burren

Schreibe einen Kommentar

Im ersten Teil des Wild Atlantic Ways berichtete ich über den County Kerry. Über Limerick führte unsere Reise nach Ennistymon. Im dortigen B&B fanden wir sehr nette Gastgeber vor, welche uns bei unserer weiteren Planung halfen. Wir bekamen eine Karte von „North Clare“ also dem Gebiet „Burren“. Im zweiten Teil geht es um Sehenswürdigkeiten dieser grauen Karstlandschaft.

Vom Eise geformt

2011 wurde die „Bio-Arche“ zusammen mit den „Cliffs of Moher“ ins Netzwerk der UNESCO-Geoparks aufgenommen. Kein Wunder, denn in dieser einzigartigen Gegend blühen und gedeihen allerlei Pflanzen und wunderschöne Blumen. Die Landschaft ist gezeichnet durch kahle Terrassen aus grauem Stein, schrundigen Boden, Ritzen und Spalten, fast wie auf versteinerten Eisschollen. Die bizarre Landschaft entstand in der letzten Eiszeit durch Vereisungen. Die Arán Islands sind deren geologische Verlängerung.

Cliffs of Moher

Über meinen ersten Besuch bei den Klippen hatte ich bereits hier berichtet. Mit meiner Schwester führte es mich ein zweites Mal dorthin. Wir starteten aber bei Hags Head. Hier ist das südliche Ende und man hat einen fantastischen Blick auf die Cliffs of Moher. Außerdem verirren sich hier kaum Menschen her. Der Turm bei Hags Head ist anders als der O’Briens Tower bereits verfallen. Die Küste ist nicht so steil und hoch wie weiter nördlich, doch genauso spektakulär.

Klippen bei Hags Head

Zu Hags Head gelangt man nur zu Fuß, vorbei an Weiden und über Gatterzäune. Kostenpflichtig kann man sein Auto in Ballylaan Village abstellen. Wir fuhren außerdem an den bezaubernden Orten Lahinch und Liscannor vorbei. Beide haben durch die weißen Häuser einen gewissen südländischen Flair.

Liscannor Bay

An den Cliffs ist der Eintritt ziemlich teuer, 6 EUR pro Person. Wir wollten nicht die Visitor Experience, sondern einfach ein bisschen wandern. Wir erhielten einen Geheimtipp zum kostenfreien Parken und liefen zu Fuß die Straße entlang, Richtung Besucherzentrum. Auch wenn ich zum zweiten Mal die Klippen besuchte, waren sie nicht weniger faszinierend. Wir wanderten den schmalen Wanderweg nordwärts entlang, nicht ohne ausreichend Fotos zu schießen.

Regen über den Cliffs of Moher

An der Küste von Doolin bis Ballyvoughan

Der Regen jagte uns wieder ins Auto und wir fuhren weiter Richtung Norden. In Doolin legten wir eine Pause ein, der Regen hatte nachgelassen. Am Pier beobachteten wir die kleinen Boote, welche sich trotz stürmender See, mit Touristen an Bord vorkämpften.

Doolin Harbour mit den Cliffs im Hintergrund

Von Doolin starten regelmäßigen Bootsfahrten zu den Arán Islands und zu den Cliffs. Wir folgten nicht den Schiffchen, sondern lieber der R479 der Küste entlang. Unterwegs hielten wir an einem beliebten Ort von Touristenbussen. Hier lassen sie die Besucher aussteigen und die faszinierende Landschaft von Burren bestaunen. Mit etwas Abstand zu solchen Bussen hielten wir ebenfalls an und hüpften von Steinscholle zu Steinscholle Richtung Küste. Zwischen den Spalten leuchteten kleine Blumen und Wasserpfützen.

Ein Stück unberührte Natur

Nachdem wir uns ein bisschen sattgesehen hatten wollten wir bei Black Head die Aussicht auf Galway Bay genießen. Aber wie das in Irland so ist, wir sahen nichts außer Regen und Nebel. Selbst in Ballyvaughan konnten wir kaum etwas von der Bucht sehen.

Poulnabrone Dolmen

In Ballyvaughan bogen wir ab und fuhren ins Landesinnere von Burren. Hier kann man einen besonderen Schatz der Jungsteinzeit bewundern. Das gewaltige Megalithengrab ist ein beliebtes Fotomotiv. Vom Parkplatz aus führte ein schmaler Weg zum Dolmen, gesäumt mit Hinweisen zur Geschichte des Grabes und der Lebensweise der Menschen von damals. Angelegt wurde es vermutlich 3800 bis 3200 v. Chr. und man fand bei Ausgrabungen die Gebeine von 16 bis 22 Erwachsenen.

Das Grab aus der Jungsteinzeit – 3 Tonnen schwer

Den Abschluss an diesem Tag bildete Corcomroe Abbey. Ruinen eines Zisterzienserklosters von 1180. Wir bewunderten die reichen Verzierungen und flüchtenden wieder ins Auto, als der Regen stärker wurde.

Corcomroe Abbey

In Galway übernachteten wir im Sleepzone Hostel. Am Abend verzogen sich die Wolken und machten der Sonne Platz. Wir erkundeten ein wenig die Stadt, bevor wir erschöpft in unsere Betten fielen.

Ein Regenbogen über Galway

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.